Sei du. Sei die Revolution.

         Du bist nicht das Opfer deiner Umstände. Bist du nicht. Nie. Lass dir das von niemandem einreden. Noch nicht mal von dir selbst.

 

Wir haben immer die Entscheidungsgewalt über unser Leben. Das heißt nicht, dass uns diese Entscheidungen besonders leichtfallen müssen. Manche Entscheidungen benötigen Jahre, um getroffen werden zu können. 

 

Ich weiß, wovon ich rede. Die grundlegende Entscheidung aus meinem Hamsterrad auszusteigen, musste mein Körper für mich treffen. Das konnte ich damals nicht. Ich war so sehr im Überlebensmodus gefangen. Habe zu sehr gekämpft. Ich konnte diese Möglichkeit noch nicht mal sehen. Geschweige denn, dass ich mich dafür entschieden hätte, das Bild von der Karrierefrau, die „trotzdem“ eine gute Mutter ist, ziehen zu lassen.

 

Erst als ich mich nicht mehr bewegen konnte, ist mir bewusst geworden, dass ich diesen Kampf niemals gewinnen kann. 

 

Als Frau kämpfst du nicht gegen deinen Workload. Du kämpfst nicht gegen deine Erschöpfung. Du kämpfst nicht für deine Anerkennung. Du kämpfst für alle Frauen. Und allein gegen das Patriarchat. Und diesen Kampf kann niemand allein gewinnen. 

 

Trotzdem bin ich nicht das Opfer der Umstände, als Frau in einer patriarchalen Gesellschaft zu leben. 

 

Ich wollte das System bezwingen, indem ich sowohl Männlichkeit – die erfolgreiche Karrierefrau – als auch Weiblichkeit – die fürsorgliche Mutter – vereine und perfektioniere(!). Dabei bin ich gefühlt keiner Rolle gerecht geworden. Und habe mich selbst komplett verloren. 

 

Deswegen habe ich aufgehört gegen das Patriarchat zu kämpfen. 

 

Bedeutet das Zustimmung zu einem System, das mich einschränkt und unterdrückt? Mitnichten. Aber ich habe mich entschieden, nicht mehr gegen etwas anzukämpfen – sondern auf etwas hinzuarbeiten. Anstelle gegen „weiße, alte Männer“ anzutreten, nutze ich meine Energie, um für Freiheit, Balance und Verbindung einzustehen. 

 

Auch wenn ich nicht allein das Patriarchat zu Fall bringen kann, kann ich für meine Freiheit, meine Balance und meine Verbindung zu anderen Menschen losgehen. Denn ich habe etwas Grundlegendes erkannt, was ich dir heute mitgeben möchte: 
 

Alles, was du für dich tust, tust du auch für alle anderen!

 

Jede Frau, die für sich losgeht. Für ihr persönliches Wohlergehen sorgt. Ihre Wünsche und Ziele erkennt und verfolgt, ebnet damit den Weg auch für alle anderen Frauen. Jede Frau, die eine Grenze setzt. Jedes Einstehen für ihr eigenes Recht. Jedes Nein einer Frau, macht es einer anderen Frau leichter, sich ebenfalls zu positionieren. 

 

Meine Freiheit wird deine Freiheit.
Meine Balance wird deine Balance.
Meine Verbindung wird unsere Verbindung.

 

Und gemeinsam ändern wir so das Miteinander auf der Welt. 

 

Jede Frau für sich. Alle Frauen gemeinsam für die Gleichberechtigung. 


Wir stürzen das Patriarchat. Und fangen heute damit bei uns an.

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